Serviceleistungen Vertragsbedingungen

Allgemeine Vertragsbedingungen – Verkauf und Vermittlung von einzelnen touristischen Serviceleistungen

1. Gesetzgebungsquellen

1.1. Die Verträge, die als Vertragsgegenstand das alleinige Angebot der Beförderung, des Aufenthaltes oder einer jeglichen anderen separaten touristischen Serviceleistung aufweisen, und die nicht als ein Verhandlungsfall hinsichtlich der Organisation oder des Verkaufes eines touristischen Reisepaketes oder einer angeschlossenen touristischen Serviceleistung gemäß den Bestimmungen des Gesetzesdekrets Nr. 79/2011 (Tourismus-Codex) angesehen werden können, werden geregelt durch das Gesetz Nr. 1084/1977 zur Ratifizierung und Durchführung des am 23.04.1970 in Brüssel unterzeichneten Internationalen Übereinkommens über den Reisevertrag (CCV) (sowie insbesondere durch die folgenden Artikel: Art. 1 Nr. 3 und 6, Artikel 17 bis 23, Artikel 24 bis 31, beschränkt auf die Teile dieser Bestimmungen, die sich nicht auf den Organisationsvertrag beziehen), sowie durch andere Vereinbarungen, die sich speziell auf den Verkauf der einzelnen Serviceleistung -als Gegenstand des Vertrages- beziehen, und von den Bestimmungen des Verbraucherschutzgesetzes gemäß Gesetzesdekret Nr. 206 vom 6. September 2005.

2. Definitionen

2.1. Gemäß diesem Vertrag und gemäß Artikel 1 des am 23.04.1970 in Brüssel unterzeichneten Internationalen Übereinkommens über den Reisevertrag (CCV) versteht man unter:

a) “Reisevertrag”: sowohl einen Vertrag zur Organisation einer Reise als auch einen Vertrag zur Vermittlung einer Reise.

b) “Reisevermittlungsvertrag”: jeder Vertrag, durch den sich eine Person verpflichtet -gegen ein entsprechendes Entgelt- einer anderen Person sowohl einen Vertrag zur Organisation einer Reise als auch eine der separaten Serviceleistungen zu beschaffen, die es ermöglichen, eine beliebige Reise durchzuführen oder einen Aufenthalt wahrzunehmen.

c) “Reisevermittler”: jede Person, die gewöhnlich die Verpflichtung in Bezug auf den "Reisevermittlervertrag" übernimmt, sei es als Haupttätigkeit oder nicht, sei es auf professioneller Basis oder nicht.

d) “Reisender”: jede Person, die von der Erfüllung des "Reisevermittlervertrags" profitiert, unabhängig davon, ob der Vertrag festgelegt wird oder ob der Preis von der Person selbst oder oder von jemand anderem (für diese Person) bezahlt wird.

3. Technisches Datenblatt

3.1. Technische Organisation: Ignas Tour S.p.A., Largo Cesare Battisti, 26 - 39044 Egna (BZ) – Italien .

3.2. Administrative Autorisierung Nr. HH/KW/73.04/300672 vom 30/05/2013 gemäß den Bestimmungen des Landesgesetzes Nr. 3/2002.

3.3. Versicherungspolice der zivilrechtlichen Haftung Nr. 7/5910/319/100840934, abgeschlossen mit Unipol Assicurazioni S.p.a.

3.4. Garantien für Reisende: Versicherungspolice AMITRAVEL PROTECTION Nr. 10014299000253, Bene Assicurazioni S.p.A., mit Sitz in der Via dei Valtorta 48, 20127 Mailand, Steuernummer 09599100964, Eintragungsnummer im Register der Versicherungsgesellschaften Nr. 1.00180, Webadresse www.bene.it

3.5. Die im Katalog oder innerhalb eines Programms außerhalb des Kataloges oder auf der Website veröffentlichten Reiseprogramme gelten entsprechend den darin angegebenen Referenzzeiträumen.

3.6. Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses wird Ignas Tour S.p.A. die Passagiere über die Identität des/der Beförderer(s) informieren, unbeschadet der Bestimmungen des Artikels 11 der EG-Verordnung 2111/2005 und dessen/deren eventuelle Aufnahme in die sogenannte "Black List" der gleichen Verordnung.

4. Buchungen – Mitteilungen an den Touristen

4.1. Der Buchungsvorschlag muss auf einem bestimmten -auch elektronischen- Formular erfolgen, das vom Touristen (der eine entsprechende Kopie erhält) komplett auszufüllen und zu unterschreiben ist -auch auf elektronischem Wege-.

4.2. Der Buchungsvorschlag -mit anschließendem Vertragsabschluss- gilt nur in dem Moment als akzeptiert, in dem der Tourist -auch auf elektronischem Wege- die entsprechende Bestätigung/den Gutschein erhält.

4.3. Vor der Abreise werden dem Touristen die Informationen zum touristischen Reisepaket zur Verfügung gestellt, die in den Vertragsdokumenten, den Broschüren oder den anderen schriftlichen Kommunikationen nicht enthalten sind.

4.4. Die Preise pro Person basieren auf einer Mindestbasis von zwei Personen, die die volle Gebühr bezahlen, und hängen ab von der Anzahl der Reisenden, von der Dauer der Reise, von eventuellen Preisnachlässen für die Reisenden, und von den zum Zeitpunkt der Buchung unterschriebenen Optionen. Die Ermäßigung für das "dritte Bett" wird auf der Basis des kleineren Kindes berechnet, während die Ermäßigung für das "vierte Bett" auf Basis des älteren Kindes erfolgt.

4.5. Für die Zwecke dieses Vertrages werden die entsprechenden Mitteilungen an die E-Mail-Adresse des Kunden versendet, die dieser zum Zeitpunkt der Buchung angegeben hat. Diese Mitteilungen gelten als “vom Kunden zur Kenntnis genommen”, sobald diese ordnungsgemäß an die zuvor genannte E-Mail-Adresse übersendet wurden.

5. Zahlungen

5.1. Die Zahlungen müssen entsprechend den nachfolgend genannten Modalitäten erfolgen:

Zahlung mit Kreditkarte: Akzeptiert werden Zahlungen mit Mastercard oder Visa, ebenso wie mit Prepaid- oder Postpay-Karten. Während der Zahlungsphase wird der Kunde zum “WebPOS" der Bank weitergeleitet. Die Sicherheit der übertragenen Daten wird durch das SSL3-Protokoll gewährleistet. Bei einem positiven Ausgang des Zahlungsvorgangs des Gesamtbetrages für den Aufenthalt erhält der Kunde direkt per E-Mail die Reisedokumente -die sogenannten "Gutscheine", die ausgedruckt und in der jeweiligen Aufenthaltsstruktur als Bestätigung vorgelegt werden können (Ausnahmen sind die Produktangebote: Flug, Bahn, Fähre, Reisebus inklusive -in jedem Fall- der Serviceleistungen, die verschiedenen Vorschriften unterliegen).

Zahlung per Banküberweisung: Der Kunde kann während der Buchungsphase die Zahlung per Banküberweisung auswählen und ist verpflichtet, die Kopie des Zahlungsbelegs per Fax oder im PDF-Format per E-Mail zu übersenden und dabei Bezug zu nehmen auf die in der E-Mail der Buchungsübersicht angegebenen Kontaktdaten, und zwar bis spätestens 16:00 Uhr des Tages nach dem Buchungsdatum. Auf der Kopie der Überweisung müssen der CRO-Code oder der SEPA-Code ausgewiesen sein, um die Transaktion identifizieren zu können. Erfolgt die Buchung freitags, samstags oder sonntags, so verschiebt sich die Frist der Übersendung einer Kopie der Überweisung auf den unmittelbar darauffolgenden Montag, stets bis spätestens 16:00 Uhr. Wenn die Buchung an einem Feiertag erfolgt, so verschiebt sich die Frist der Übersendung einer Kopie der Überweisung auf den unmittelbar darauffolgenden ersten Arbeitstag, stets bis spätestens 16:00 Uhr. Wird die Prozedur von Seiten des Kunden korrekt durchgeführt, erhält dieser die Reisedokumente per E-Mail innerhalb von 24 Stunden nach Einsendeschluss für die Übersendung der Überweisungskopie (Ausnahmen sind die Produktangebote: Flug, Bahn, Fähre, Reisebus inklusive -in jedem Fall- der Serviceleistungen, die verschiedenen Vorschriften unterliegen).

Ratenzahlung: Für den Fall, dass die Buchung mindestens 50 Tage vor dem Datum des Urlaubsbeginns erfolgt, und falls der Gesamtbetrag für den Aufenthalt mehr als € 500,00 beträgt, kann der Kunde auswählen, in zwei Raten zu zahlen bzw. eine "Anzahlung" sowie eine "Restzahlung" vorzunehmen:

a) Die Anzahlung beträgt 25% des Gesamtbetrages für den Urlaub zzgl. dem Betrag für eventuelle optionale Versicherungen für eine Stornierung der Reise und/oder Arztkosten und/oder Gepäck. Die Anzahlung kann per Kreditkarte oder per Banküberweisung erfolgen, je nach den entsprechenden Modalitäten und gemäß den zuvor beschriebenen Konditionen. Dieser Betrag wird als Anzahlung geleistet, wobei sich jedoch keine Auswirkungen gemäß Artikel 1385 des Zivilgesetzbuches ergeben, falls der Rücktritt vom Vertrag von einer nicht zuordnungsfähigen Tatsache abhängig oder gerechtfertigt ist aufgrund einer gravierenden Zuwiderhandlung der Gegenpartei.

b) Der Restbetrag entspricht den verbleibenden 75% der Urlaubskosten und muss einzig und ausschließlich per Banküberweisung bezahlt werden, und zwar innerhalb von 31 Kalendertagen vor dem Datum des Beginns des Urlaubs. Dabei gelten die bereits zuvor angegebenen Modalitäten für die Übersendung einer Kopie der Überweisung.

Wird die Prozedur von Seiten des Kunden korrekt ausgeführt, so erhält dieser das Belegdokument “Gutschein” per E-Mail innerhalb von 24 Stunden ab dem Einsendeschluss für die Übersendung der Überweisungskopie mit der Zusammenfassung der gebuchten Leistungen (eventuelle weitere Reisedokumente werden -ebenfalls per E-Mail- zu einem späteren Zeitpunkt versandt, sobald sie verfügbar sind).

5.2. Die Nichteinhaltung der oben genannten Modalitäten hinsichtlich der Bezahlung und der Kommunikation verhindert die Akzeptanz des Buchungsvorschlages seitens Ignas Tour S.p.A. und hat -im Falle einer Ratenzahlung-die Stornierung der Buchung zur Folge sowie die Entstehung von Auswirkungen, wie unter Buchstabe a) des folgenden Absatzes beschrieben.

5.3. Aus dem Buchungsformular oder aus einem jeglichen anderen schriftlichen Kommunikationsmittel ergibt sich:

a) im Falle einer Ratenzahlung die Höhe eines Betrages von nicht mehr als 25% des Gesamtpreises des touristischen Reisepaketes, zahlbar zum Zeitpunkt der Buchung oder zum Zeitpunkt der verbindlichen Anfrage. Dieser Betrag wird als Anzahlung geleistet, wobei sich jedoch keine Auswirkungen gemäß Artikel 1385 des Zivilgesetzbuches ergeben, falls der Rücktritt vom Vertrag von einer nicht zuordnungsfähigen Tatsache abhängig oder gerechtfertigt ist aufgrund einer gravierenden Zuwiderhandlung der Gegenpartei.

b) (immer im Falle einer Ratenzahlung) das Datum, bis zu dem der Saldo noch vor der Abreise ausgeglichen werden muss

c) im Falle einer einmaligen Gesamtzahlung das Datum, bis zu dem der Reisepreis noch vor der Abreise bezahlt werden muss

5.4. Die Nichtbezahlung der unter dem vorherigen Absatz Buchstabe a) genannten Anzahlung sowie die Nichtzahlung des fälligen Betrags im Falle einer einmaligen Gesamtzahlung verhindern die Akzeptanz des Buchungsvorschlages.

5.5. Im Falle einer Ratenzahlung hat der fehlende Ausgleich des Saldos bis zum festgelegten Datum die Stornierung der Buchung zur Folge sowie die Entstehung von Auswirkungen, wie unter Buchstabe a) des Absatzes 3 dieses Artikels beschrieben.

6. Preis

6.1. Der Preis der touristischen Serviceleistung wird bestimmt unter Bezugnahme auf das, was im Katalog, im Bereich des Programms außerhalb des Katalogs, auf der Website und bei eventuellen sich anschließend ergebenden Aktualisierungen dieser Kataloge oder bei Programmen außerhalb des Kataloges angegeben ist.

7. Rücktritt seitens des Touristen

7.1. Dem Touristen, der vor der Abreise vom Vertrag zurücktritt, werden -unabhängig von der Anzahlung gemäß des vorherigen Artikels 5 Absatz 1, Buchstabe a)- die vollen Kosten des Beförderungsservices, die individuellen Kosten des praktischen Managements, die eventuelle Zahlung für den Versicherungsschutz, (wie bereits schon zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses oder für andere bereits erbrachte Serviceleistungen angefordert), sowie die Strafgebühr in dem nachfolgend angegebenen Umfang in Rechnung gestellt:

a) 25% des Preises (reduziert um die oben genannten Kosten) im Falle eines innerhalb von 31 Tagen bis zur Abreise mitgeteilten Widerrufs

b) 80% des Preises (reduziert um die oben genannten Kosten) im Falle eines innerhalb von 16 Tagen bis zur Abreise mitgeteilten Widerrufs

c) 100% des Preises im Falle eines innerhalb von 15 Tagen bis zur Abreise mitgeteilten Widerrufs

7.2. Für den Fall, dass der Tourist den Saldo bereits ausgeglichen haben sollte, wird dieser in entsprechender Höhe auf die Strafgebühr angerechnet.

7.3. Dem vorbehalten bleiben eventuelle abweichende Bedingungen, die in Bezug auf die einzelnen vertragsgegenständlichen touristischen Serviceleistungen mitgeteilt werden.

7.4. Im Falle von bereits im Vorfeld organisierten Gruppen werden diese Beträge nach und nach bei der Unterzeichnung des Vertrages vereinbart.

8. Rücktritt vom Vertrag – Variationen des Vertrages auf Anfrage des Touristen

8.1. Der die Ablehung aussprechende Tourist kann sich selbst durch eine Drittperson ersetzen, falls:

a) die an seine Stelle tretende Person (der Erwerber) alle Bedingungen für die Ausnutzung der Serviceleistung erfüllt.

b) die übertragende Person (der Veräußerer) dem Veranstalter oder dem Vermittler innerhalb von spätestens sieben Werktagen vor der Abreise schriftlich mitteilt, das touristische Reisepaket selbst und somit als aktiver Nutzer nicht wahrnehmen zu können.

8.2. Der Veräußerer und der Erwerber sind einheitlich verantwortlich für die Zahlung des Restbetrags des Preises, sowie für etwaige zusätzliche Kosten, die sich eventuell aus der Veräußerung ergeben, wie -nur als Beispiel genannt- Kosten, die sich auf die Buchungsänderung beziehen, oder auf die Namensänderung der Teilnehmer an der Reise, sowie auf das Recht der Neuausstellung von Flugtickets. Diese Kosten werden zum Zeitpunkt der Übertragungsanfrage festgelegt.

8.3. Eventuelle Anfragen seitens des Touristen in Bezug auf Änderung des Abflugdatums oder des Anreisedatums bei der touristischen Einrichtung oder bezüglich der Erhöhung der Anzahl der Touristen pro Zimmer sind für Ignas Tour S.p.A. in keiner Weise verbindlich. Unter der Maßgabe, dass die vom Touristen vorgebrachte Änderungsanfrage akzeptiert wird, werden diesem die entsprechenden Kosten in Rechnung gestellt, die zum Zeitpunkt der Anfrage der Buchungsänderung festgelegt werden.

9. Vertragsauflösung

9.1. Der Veranstalter kann -ohne dass Anspruch auf eine entsprechende Entschädigung besteht- den Vertrag ganz oder teilweise aufheben, wenn vor oder während der Ausführung des Vertrags außergewöhnliche Umstände eintreten, die er (der Veranstalter) zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht wissen konnte und die, selbst wenn er sie zu diesem Zeitpunkt gekannt hätte, ihm berechtigte Gründe geliefert hätten, den Vertrag nicht abzuschließen.

9.2. Der Reiseveranstalter kann den Vertrag des Weiteren entschädigungslos aufheben, wenn die im Reisedokument vorgesehene Mindestanzahl von Reisenden nicht erreicht wurde, vorausgesetzt, dass diese Tatsache dem Reisenden mindestens 15 Tage vor dem Datum bekannt gegeben wird, an dem die Reise oder der Aufenthalt hätte beginnen sollen.

9.3. Im Falle der Aufhebung des Vertrags vor seiner Ausführung muss der Veranstalter sämtliche vom Reisenden erhaltenen Zahlungen vollständig erstatten. Im Falle der Stornierung des Vertrags im Laufe der Ausführung muss der Veranstalter alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, die im Interesse des Reisenden sind. Außerdem werden die Parteien angehalten, für einen gegenseitigen fairen Ausgleich zu sorgen.

10. Haftungsregelung

10.1. Bei der Erfüllung der sich aus den jeweiligen Verträgen ergebenden Verpflichtungen schützen der Veranstalter und der Vermittler die Rechte und Interessen der Touristen gemäß den allgemeinen Rechtsgrundsätzen und den in der Angelegenheit anwendbaren guten Gebräuchen.

10.2. Der Veranstalter haftet für Schäden, die dem Touristen durch die vollständige oder teilweise Nichterfüllung der vertraglich geschuldeten Leistungen entstehen, es sei denn, die Nichterfüllung wurde durch den Touristen selbst verursacht (einschließlich der von diesem unternommenen eigenständigen Initiativen während der Durchführung der touristischen Serviceleistungen) oder durch das Einwirken eines Dritten -in unvorhersehbarer oder unvermeidbarer Weise-, oder durch Umstände, die nichts mit der Erbringung der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen zu tun haben, durch Zufall, aufgrund von höherer Gewalt, oder als Folge von Umständen, die der Veranstalter gemäß vernünftiger kaufmännischer Sorgfalt nicht hätte vorhersehen oder klären können.

10.3. Der Reisende haftet für den Schaden, der dem Veranstalter oder dem Vermittler durch sein Verschulden zugefügt wird aufgrund der Nichteinhaltung seiner Verpflichtungen gemäß des am 23.04.1970 in Brüssel unterzeichneten Internationalen Übereinkommens über den Reisevertrag (CCV) oder gemäß den Verträgen, die diese regelt, und bei denen die Schuldfrage festgestellt wird unter Zugrundelegung eines normalen Verhaltens eines Reisenden.

11. Beschwerden und Anzeigen

11.1. Ein jegliches Versäumnis bei der Ausführung des Vertrages muss vom Touristen während der Nutzung des touristischen Reisepaketes bezeugt werden mittels einer zeitgleichen Einreichung einer Beschwerde, damit der Veranstalter, sein lokaler Stellvertreter oder der Reiseleiter umgehend Abhilfe schaffen kann.

11.2. Der Tourist kann sich auch durch Übersendung eines Einschreibens oder auf andere Weisen beschweren, die eine Empfangsbestätigung seitens des Veranstalters oder des Vermittlers garantieren, und zwar innerhalb von 10 Werktagen ab dem Tag der Rückkehr an den Abreiseort.

11.3. Die unterlassene Einreichung der Beschwerde kann im Sinne des Artikels 1227 des Zivilgesetzbuches beurteilt werden.

12. Grenzen beim Schadensersatz

12.1. Die vom Veranstalter zu leistende Entschädigung für Personenschäden darf keinesfalls die Grenzen überschreiten, die in den internationalen Übereinkommen festgelegt sind, und deren Vertragsparteien Italien und die Europäische Union sind in Bezug auf die Leistungen, deren Nichterfüllung die Verantwortung bestimmt hat.

13. Rechtliche Schritte

13.1. Handlungen, die zu einem Reisevertrag führen können, der nach diesem Übereinkommen geregelt ist, und die basieren auf Tod, Verletzung oder anderen Schäden an der körperlichen oder geistigen Integrität eines Reisenden, verjähren innerhalb von zwei Jahren ab dem im Vertrag angegebenen Zeitpunkt als Datum der Beendigung der Serviceleistung, das zu der Streitigkeit geführt hat. Im Falle von Verletzungen oder anderen Schäden an der körperlichen oder geistigen Integrität des Reisenden mit dessen anschließendem Tod nach dem Datum, das als Beendigungsdatum der Serviceleistung vorgesehen ist, und das zu der Streitigkeit führt, beginnt der Zeitraum ab dem Todestag, ohne dass die drei Jahre ab dem geplanten Termin für die Beendigung dieser Serviceleistung überschritten werden können.

13.2. Die Handlungen, die zu einem Reisevertrag nach diesem Übereinkommen führen können, die von denen unter dem vorherigen Punkt 12.1 genannten abweichen, verjähren innerhalb eines Jahres. Dieser Zeitraum beginnt ab dem im Vertrag vorgesehenen Zeitpunkt für die Beendigung der Serviceleistung, der zu dem Streitfall führt.

14. Hilfestellung und Sorgfaltspflicht

14.1. Der Veranstalter ist angehalten, dem Touristen die unterstützenden Maßnahmen zuteil werden zu lassen, die sich aus der professionellen Sorgfalt heraus ergeben, mit ausschließlicher Bezugnahme auf die eigenen Verpflichtungen durch die lt. Gesetz oder Vertrag festgelegten Bestimmungen.

14.2. Der Veranstalter und der Vermittler sind da von ihren jeweiligen Verantwortlichkeiten freigestellt, wo die Nichtausführung oder die ungenaue Ausführung des Vertrages dem Touristen zuzurechnen oder von einer Drittpartei abhängig ist -in einer unvorhersehbaren oder unvermeidlichen Weise-, oder verursacht wurde durch einen zufälligen Umstand oder durch höhere Gewalt.

15. Pflichten der Touristen

15.1. Während der Verhandlungen und in jedem Fall vor Vertragsschluss werden den italienischen Staatsbürgern schriftlich Informationen allgemeiner Natur zur Verfügung gestellt -aktualisiert zum Druckdatum des Kataloges-, die sich auf die Gesundheitsverpflichtungen und auf die für die Reise ins Ausland notwendigen Unterlagen beziehen.

15.2. Ausländische Bürger finden die entsprechenden Informationen über ihre diplomatischen Vertretungen in Italien und / oder über die jeweiligen offiziellen Regierungs-Informationskanäle.

15.3. Auf jeden Fall sollten die Touristen eine eventuelle Aktualisierung dieser Informationen vor der Abreise bei den zuständigen Behörden überprüfen (für italienische Bürger ist dies das lokale Polizeipräsidium oder das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten – einzusehen über die Website www.viaggiaresicuri.it oder über die Telefonzentrale unter: +39 06 - 491115), um sich vor der Reise entsprechend organisieren zu können.

15.4. In Ermangelung einer solchen Überprüfung kann dem Veranstalter oder dem Vermittler keine Verantwortung für die versäumte Abreise eines oder mehrerer Touristen auferlegt werden.

15.5. Die Touristen müssen den Veranstalter oder den Vermittler über ihre Staatsbürgerschaft informieren, und sie müssen zum Zeitpunkt der Abreise definitiv sicherstellen, dass sie über die Impfbescheinigungen, den individuellen Reisepass und über ein jegliches anderes Dokument verfügen, das für die vom Reiseplan her betroffenen Länder gültig ist, ebenso wie über Aufenthaltsvisa, Transitdokumente und Gesundheitsbescheinigungen, die möglicherweise erforderlich sind.

15.6. Darüber hinaus stellt der Tourist zur Bewertung der Gesundheits- und Sicherheitslage der Zielländer und somit zur Überprüfung der objektiven Nutzbarkeit der erworbenen oder noch zu erwerbenden Dienstleistungen und durch die Nutzung der oben genannten Infos die offiziellen allgemeinen Informationen beim Ministerium für auswärtige Angelegenheiten fest, welches ausdrücklich angibt, ob die Reiseziele als unbedenklich gelten, oder ob momentan eher von einem Besuch abgeraten wird.

15.7. Die Touristen müssen sich auch zur Beachtung der Regeln hinsichtlich der normalen Vorsicht und Sorgfalt verpflichten, sowie sich an bestimmte geltende Vorschriften in den jeweiligen Bestimmungsländern der Reise halten, und an alle Informationen, die ihnen vom Veranstalter oder vom Vermittler zur Verfügung gestellt werden, sowie an die Vorschriften und an die administrativen oder gesetzlichen Bestimmungen in Bezug auf das touristische Reisepaket.

15.8. Die Touristen werden angehalten, sich für alle Schäden zu verantworten, die der Veranstalter oder der Vermittler erleiden sollte, auch aufgrund der Nichteinhaltung der oben genannten Verpflichtungen, einschließlich der für ihre Repatriierung notwendigen Ausgaben.

15.9. Der Tourist ist verpflichtet, dem Veranstalter oder dem Vermittler alle Unterlagen zur Verfügung zu stellen, sowie all die Informationen und die sich in seinem Besitz befindlichen Elemente, die nützlich sind bei der Ausübung des Rechts/Anspruchs auf Forderungsübergang (seitens des Veranstalters) gegenüber Dritten, die für den Schaden verantwortlich sind, und er ist gegenüber dem Veranstalter und dem Vermittler verantwortlich für die verursachte Verletzung des Rechts auf Forderungsübergang.

15.10. Der Tourist hat weiterhin dem Veranstalter oder dem Vermittler zum Zeitpunkt der Buchung schriftlich die besonderen persönlichen Anforderungen mitzuteilen, welche Gegenstand einer spezifischen Reisevereinbarung hinsichtlich der Modalitäten der Reise sein könnten, sofern dies möglich ist.

15.11. Der Tourist ist stets dazu verpflichtet, den Veranstalter oder den Vermittler über besondere Bedürfnisse oder Bedingungen zu informieren (um ein reines Beispiel zu nennen: eine Schwangerschaft, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Behinderung) und explizit eine Anfrage hinsichtlich der damit verbundenen personalisierten Serviceleistungen zu stellen.

16. Versicherung für Stornierungs- und Repatriierungskosten

16.1. Sofern dies nicht ausdrücklich im Preis enthalten ist, kann man zum Zeitpunkt der Buchung spezielle Versicherungspolicen abschließen in Bezug auf Kosten, die sich aus der Stornierung eines touristischen Reisepaketes sowie der Repatriierung ergeben.

16.2. Entsprechende Details zu den Versicherungsprämien und zu den allgemeinen Bedingungen der Versicherungspolice sind auf der Webseite oder im Katalog angegeben.

17. Hotelklassifizierung

17.1. Die offizielle Klassifizierung der Hotelstrukturen wird auf der Website, im Katalog oder im Bereich von anderem Informationsmaterial nur auf der Grundlage der ausdrücklichen und formellen Angaben der zuständigen Behörden des Landes, wo die Dienstleistung bereitgestellt wird, angegeben.

17.2. In Ermangelung von offiziellen Klassifizierungen, die von den zuständigen Behörden der Länder anerkannt werden, die auch Mitglieder der EU sind, und auf die sich die Dienstleistung bezieht, behält sich der Veranstalter das Recht vor, eine eigene Beschreibung der Empfangsstruktur zu liefern, um somit eine Bewertung und demzufolge eine Akzeptanz derselben seitens des Reisenden zu ermöglichen.

18. Beilegung von Streitigkeiten

18.1. Der Tourist hat das Recht, auf freiwillige oder gemeinsame Verhandlungsverfahren zurückzugreifen, oder auf Schlichtungsverfahren vor den entsprechenden Schiedsstellen zur Versöhnung und zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Unternehmen und Verbrauchern und Nutzern in Bezug auf die Erbringung von touristischen Serviceleistungen gemäß Artikel 2 Absatz 4 Buchstabe a) des Gesetzes Nr. 580/1993.

18.2. Anlässlich des Vermittlungsverfahrens haben die Touristen das Recht, sich an die Verbraucherverbände zu wenden. Dieses Schlichtungsverfahren wird von den Artikeln 140 und 141 des Verbraucherschutzgesetzes geregelt.

19. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

19.1. Bei diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen findet das italienische Recht Anwendung vorbehaltlich der zwingenden Vorschriften zum Schutz des Reisenden und des Verbrauchers.

19.2. Für den Fall, dass es zwischen den Parteien zu einem Streitfall kommen sollte, so handelt es sich bei dem zuständigen Gericht um das, welches dort ansässig ist, wo der Verbraucher seinen Wohnsitz hat -sofern dies in Italien sein sollte. Im gegenteiligen Fall ist ausschließlich das Gericht Bozen zuständig.

20. Verantwortlichkeit des Vermittlers

20.1. Für den Fall, dass Ignas Tour S.p.A. als "Vermittler", auftritt, gelten die vom Veranstalter festgelegten Bedingungen.

20.2. Der Reisevermittler ist für eine jegliche Nichteinhaltung im Rahmen seiner Verpflichtungen verantwortlich, wobei eine solche Nichteinhaltung festgestellt wird unter Zugrundelegung der Aufgaben eines sorgfältig und präzise handelnden Reisevermittlers.

20.3. Der Reisevermittler ist nicht verantwortlich für die vollständige oder teilweise Nichteinhaltung von Reisen, Aufenthalten oder anderen Serviceleistungen, die Gegenstand des Vertrags sind.

Obligatorische Mitteilung gemäß Artikel 17 des Gesetzes Nr. 38 vom 06. Februar 2006

Das italienische Gesetz ahndet Straftaten im Zusammenhang mit Prostitution und Kinderpornographie mit Freiheitsstrafen, auch wenn diese im Ausland begangen werden. 

Ignas Tour S.p.A. zählt zur FIAVET - FEDERAZIONE ITALIANA ASSOCIAZIONI IMPRESE VIAGGI e TURISMO (dem italienischen Föderationsverband für Reise- und Tourismusunternehmen)