Reisepaketen Vertragsbedingungen

Allgemeine Vertragsbedingungen – Organisation und Verkauf von touristischen Reisepaketen und den damit verbundenen touristischen Serviceleistungen

1. Quellen der Gesetzgebung

1.1. Der Verkauf von touristischen Reisepaketen, welche bereitzustellende Serviceleistungen -sowohl auf nationalem als auch internationalem Territorium- darstellen, wird geregelt:

von den Artikeln 32 bis 51 novies des Gesetzesdekretes Nr. 79 vom 23. Mai 2011 (“Tourismus-Codex“).

durch die Bestimmungen des Gesetzesdekretes Nr. 206 vom 06. September 2005 (“Verbraucherschutzgesetz”), sofern kompatibel.

-bis zu dessen Aufhebung und sofern anwendbar- von den Bestimmungen des Gesetzes Nr. 1084/1977 hinsichtlich der Ratifizierung und Ausübung des Internationalen Übereinkommens in Bezug auf den Reisevertrag (CCV), welches am 23.04.1970 in Brüssel unterzeichnet wurde.

durch die Bestimmungen des Zivilgesetzbuches in Sachen Transport und Mandat, sofern anwendbar.

1.2. Die Bestimmungen von Titel VI Kapitel I des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 gelten nicht für:

a) touristische Reisepakete und damit verbundene Serviceleistungen, deren Dauer unter 24 Stunden liegt, es sei denn, dass eine Übernachtung inbegriffen ist.

b) touristische Reisepakete und damit verbundene Serviceleistungen, welche erworben werden im Rahmen einer allgemeinen Vereinbarung zur Organisation von Reisen professioneller Art zwischen einem Gewerbetreibenden und einer anderen natürlichen oder juristischen Person, die im Bereich ihrer kommerziellen, unternehmerischen, handwerklichen oder beruflichen Tätigkeit handelt.

2. Definition eines “touristischen Reisepaketes”

2.1. Gemäß dem Artikel 33 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 besteht das touristische Reisepaket aus der Kombination von mindestens zwei verschiedenen Arten touristischer Serviceleistungen zu Zwecken derselben Reise oder desselben Urlaubs, wie:

1) die Beförderung von Personen

2) die Unterkunft, die keinen wesentlichen Bestandteil der Personenbeförderung darstellt und nicht für Wohnzwecke oder für Sprachkurse von längerer Dauer gedacht ist

3) die Anmietung eines Autos oder anderer motorbetriebener Fahrzeuge gemäß Dekret des Ministers für Infrastruktur und Verkehrswesen vom 28. April 2008, oder von Motorrädern, welche den Führerschein der Klasse A erforderlich machen gemäß dem  Gesetzesdekret Nr. 2 vom 16 Januar 2013

4) eine jegliche andere touristische Serviceleistung, die keinen wesentlichen Bestandteil einer der touristischen Serviceleistungen darstellt wie unter den Numern 1), 2) oder 3) genannt, und die weder einen Finanz- noch einen Versicherungsservice darstellt, sofern sich zumindest eine der nachfolgend genannten Konditionen ergibt:

1) Diese Serviceleistungen werden von einem einzigen Gewerbetreibenden zusammengestellt, auch auf Wunsch des Reisenden oder in Übereinstimmung mit dessen Auswahl, und zwar noch bevor ein einziger Vertrag für alle diese Serviceleistungen abgeschlossen wird.

2) Diese Serviceleistungen, auch wenn sie mittels separater Verträge mit einzelnen Anbietern touristischer Serviceleistungen abgeschlossen sind, werden:

2.1) bei einer einzigen Verkaufsstelle erworben und ausgewählt, bevor der Reisende der Zahlung zustimmt.

2.2) zu einem pauschalen oder globalen Preis angeboten, verkauft oder fakturiert.

2.3) publiziert oder verkauft unter der Bezeichnung “(Reise-)Paket” oder einer analogen Bezeichnung.

2.4) nach dem Abschluss eines Vertrages zusammengestellt, in dem der Gewerbetreibende dem Reisenden die Möglichkeit gibt, unter verschiedenen touristischen Serviceleistungen auswählen zu können, oder bei verschiedenen Gewerbetreibenden erworben über verbundene Online-Buchungsprozesse, wobei der Name des Reisenden, die Details der Zahlung und die E-Mail-Adresse übermittelt werden seitens des Gewerbetreibenden, mit dem der erste Vertrag abgeschlossen worden ist, an einen oder mehrere weitere Gewerbetreibende, und wenn der Vertrag mit letzterem (oder den letzteren Gewerbetreibenden) spätestens 24 Stunden nach Bestätigung der Buchung der ersten touristischen Serviceleistung abgeschlossen wird.

2.2. Kein “touristisches Reisepaket” stellt dar: die Kombination an touristischen Serviceleistungen, in der eine der Arten von touristischen Serviceleistungen enthalten ist wie unter dem vorherigen Punkt 2.1, Nummer 1), 2) oder 3) aufgeführt, kombiniert mit einer oder mehreren Serviceleistungen lt. vorherigem Punkt 2.1. Nummer 4), falls diese letztgenannten Serviceleistungen keinen Anteil darstellen, der gleichwertig oder höher als 25 Prozent des Wertes der Kombination ist, und sofern diese weder beworben werden, noch ein wesentliches Element der Kombination darstellen, oder erst nach Beginn der Durchführung einer touristischen Serviceleistung gemäß vorherigem Punkt 2.1., Nummer 1), 2) oder 3) ausgewählt und erworben werden.

3. Weitere Definitionen

3.1. Gemäß diesen Konditionen und lt. Artikel 33 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 (Tourismus-Codex) versteht man unter:

“zusätzliche touristischer Serviceleistung”: Nebendienstleistungen wie unter anderem: den Gepäcktransport im Rahmen des bereitgestellten Personenverkehrs, die Nutzung von gebührenpflichtigen Parkplätzen im Bereich von Bahnhöfen oder Flughäfen, die Beförderung von Personen über kurze Entfernungen bei geführten Touren, oder die Transfers zwischen einer Touristenunterkunft und einer Reisestation mit anderen Beförderungsmitteln, die Organisation von Unterhaltungs- oder Sportaktivitäten, die Bereitstellung von Mahlzeiten und Getränken sowie die Reinigung im Zusammenhang mit der Unterkunft, die Nutzung von Fahrrädern, Skiern und anderer Ausrüstung der Empfangsstruktur, oder der Zugang zu Einrichtungen vor Ort, wie Schwimmbäder, Strände, Fitnessstudios, Saunen, Wellness- oder Thermalzentren, der für Hotelgäste inklusive ist, sowie jede andere typische Zusatzleistung, je nach örtlicher Handhabung.

“Vertrag über ein touristisches Reisepaket”: der Vertrag für das gesamte Reisepaket, oder -falls das Paket auf der Grundlage separater Verträge bereitgestellt wird- die Menge der Verträge bezüglich der im Paket enthaltenen touristischen Serviceleistungen.

“Start des Reisepaketes”: der Beginn der Durchführung der touristischen Serviceleistungen, die im Reisepaket enthalten sind

“angeschlossene touristische Serviceleistung”: mindestens zwei verschiedene Arten von touristischen Serviceleistungen, die für dieselbe Reise oder denselben Urlaub erworben wurden, und die kein Pauschalangebot darstellen und die den Abschluss getrennter Verträge mit einzelnen touristischen Dienstleistern beinhalten, wenn ein Gewerbetreibender beteiligt ist, alternativ:

1) zum Zeitpunkt eines einzigen Besuchs oder eines einzigen Kontakts mit der eigenen Verkaufsstelle: die getrennte Auswahl und die separate Bezahlung einer jeden touristischen Serviceleistung durch den Reisenden

2) der gezielte Kauf von mindestens einer zusätzlichen touristischen Serviceleistung bei einem anderen Gewerbetreibenden, wenn dieser Kauf innerhalb von 24 Stunden nach Bestätigung der Buchung der ersten touristischen Serviceleistung abgeschlossen ist.

Keine angeschlossene touristische Serviceleistung stellt der Erwerb einer der unter dem vorherigen Punkt 2.1. Nummer 1), 2) oder 3) genannten touristischen Servicleistungen dar mit einer oder mehreren der unter Punkt 2.1. Nummer 4) genannten Serviceleistungen, wenn diese letztgenannten keinen wesentlichen Anteil von mindestens 25% des kombinierten Wertes der Serviceleistungen ausmachen und nicht als wesentliches Element der Reise oder des Urlaubs beworben werden und auf jeden Fall kein wesentliches Element darstellen.

“Reisender”: eine jede Person, die beabsichtigt, einen Vertrag abzuschließen, einen Vertrag aufzusetzen oder berechtigt ist, auf der Grundlage eines abgeschlossenen Vertrages zu reisen im Anwendungsbereich des Titels VI Kapitel I des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011.

“Gewerbetreibender”: eine jede natürliche oder juristische -öffentliche oder private- Person, die im Rahmen ihrer kommerziellen, industriellen, handwerklichen oder beruflichen Tätigkeit eine Handlung in den Verträgen vornimmt, die unter den Titel VI Kapitel I des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 fallen, auch mittels einer anderen Person, die in deren Namen oder in deren Verantwortung tätig ist als Veranstalter, Verkäufer oder Gewerbetreibender, der dazu beiträgt, angeschlossene touristische Serviceleistungen anbieten zu können, oder als Tourismus-Dienstleister gemäß den geltenden Rechtsvorschriften.

“Veranstalter”: ein Gewerbetreibender, der Reisepakete kombiniert und diese verkauft oder zum Verkauf anbietet, entweder direkt oder über oder gemeinsam mit einem anderen Tourismus-Fachmann, oder der Gewerbetreibende, der die Daten des Reisenden an einen anderen Gewerbetreibenden gemäß Buchstabe c), Nummer 2.4) des Artikels 33 des Gesetzesdekretes Nr. 79 / 2011 übermittelt

“Verkäufer”: der Gewerbetreibende, der sich vom Veranstalter unterscheidet, und der seitens eines Veranstalters kombinierte Reisepakete verkauft oder zum Verkauf anbietet

“unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände”: eine Situation, die außerhalb der Kontrolle derjenigen Partei liegt, die sich auf eine solche Situation beruft, und deren Folgen selbst durch das Ergreifen aller vernünftigen Maßnahmen nicht hätten vermieden werden können

“mangelnde Konformität”: eine Nichterfüllung von touristischen Serviceleistungen, die in einem Reisepaket enthalten sind

“Minderjähriger”: eine Person unter 18 Jahren.

“Rückkehr”: die Rückkehr des Reisenden an den Ort der Abreise oder an einen anderen Ort, je nach Vereinbarung zwischen den Vertragsparteien

4. Technisches Datenblatt

4.1. Technische Organisation: Ignas Tour S.p.A., Largo Cesare Battisti, 26 - 39044 Egna (BZ) – Italien (IT).

4.2. Administrative Autorisierung Nr. HH/KW/73.04/300672 vom 30/05/2013 gemäß den Bestimmungen des Landesgesetzes Nr. 3/2002.

4.3. Versicherungspolice der zivilrechtlichen Haftung Nr. 7/5910/319/100840934, vereinbart mit Unipol Assicurazioni S.p.a, in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Artikels 47 des Tourismus-Codex.

4.4. Garantien für Reisende: Versicherungspolice AMITRAVEL PROTECTION Nr. 10014299000253, Bene Assicurazioni S.p.A., mit Sitz in der Via dei Valtorta 48, 20127 Mailand, Steuernummer 09599100964, Eintragungsnummer im Register der Versicherungsgesellschaften Nr. 1.00180, Webadresse www.bene.it

4.5. Die im Katalog oder innerhalb eines Programms außerhalb des Kataloges oder auf der Website veröffentlichten Reiseprogramme gelten entsprechend den darin angegebenen Referenzzeiträumen.

4.6. Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses wird der Veranstalter oder der Verkäufer die Passagiere über die Identität des/der Beförderer(s) informieren, unbeschadet der Bestimmungen des Artikels 11 der EG-Verordnung 2111/2005 und dessen/deren eventuelle Aufnahme in die sogenannte "Black List" der gleichen Verordnung.

5. Vorvertragliche Informationen

5.1. Vor Abschluss des Vertrages für ein touristisches Reisepaket oder eines Angebotes entsprechend und gemäß den Bedingungen des Artikels 34 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 übersenden der Veranstalter und -falls das Reisepaket über einen Verkäufer veräußert wurde-, auch der Verkäufer an den Reisenden das entsprechende Standardinformationsblatt gemäß Anlage A, Teil I oder Teil II des Gesetzesdekretes Nr. 79 / 2011, sowie die folgenden Informationen:

a) Hauptmerkmale der touristischen Serviceleistungen

b) kommerzielle Bezeichnung sowie die geografische Anschrift des Veranstalters, und -falls vorhanden- des Verkäufers, sowie deren Telefonnummern und E-Mail-Adressen

c)  Gesamtpreis für das Reisepaket einschließlich Steuern und aller Abgaben, Erhebungen und sonstiger zusätzlicher Kosten, einschließlich etwaiger Verwaltungs- und Bearbeitungskosten für die Praktiken, oder -falls diese vor Vertragsabschluss nicht angemessen kalkulierbar sein sollten- einen Hinweis auf die Art der Zusatzkosten, welche ggf. noch auf den Reisenden zukommen könnten.

d) Zahlungsmodalitäten, einschließlich des eventuellen Betrages oder Prozentsatzes des als Anzahlung zu leistenden Betrages sowie den Zeitraum zur Zahlung des Restbetrages oder der finanziellen Garantien, welche der Reisende zahlen bzw. bereitstellen muss

e)  erforderliche Mindestanzahl an Personen für das Reisepaket und die Frist gemäß Artikel 41 Absatz 5 Buchstabe a) des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011, und zwar noch vor dem Start des Reisepaketes im Falle einer eventuellen Vertragsaufhebung im Falle der nicht erreichten Personenzahl

f) allgemeine Informationen zu den Bedingungen für Reisepässe und Visa, einschließlich der ungefähren Fristen für die Erteilung von Visa sowie Informationen hinsichtlich der Gesundheitsformalitäten im Zielland

g) Informationen über die für den Reisenden bestehende Möglichkeit, jederzeit noch vor dem Start des Reisepaketes vom Vertrag zurückzutreten gegen Zahlung angemessener Rücktrittskosten, oder -falls vorgesehen- Standard-Rücktrittskosten, die vom Veranstalter gemäß Artikel 41, Absatz 1 des Gesetzesdekretes Nr. 79 / 2001 verlangt werden

h) Informationen hinsichtlich des optionalen oder obligatorischen Abschlusses einer Versicherung, welche die einseitigen Rücktrittskosten vom Vertrag seitens des Reisenden oder die Kosten für die Unterstützung -einschließlich der Rückkehr- bei Unfall, Krankheit oder Tod abdeckt

i)  die Extreme der Abdeckung gemäß Artikel 47 Absätze 1, 2 und 3 des Gesetzesdekretes Nr. 79 / 2011

5.2. Gemäß Artikel 35, Absatz 1 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 und dessen Auswirkungen stimmt der Reisende ausdrücklich zu, dass diese ihm bereitgestellten Informationen -lt. vorherigem Punkt 5.1.- geändert werden können.

6. Buchungen – Mitteilungen an den Reisenden

6.1. Der Buchungsvorschlag muss auf einem bestimmten -auch elektronischen- Formular erfolgen, das vom Reisenden (der eine entsprechende Kopie erhält) komplett auszufüllen und zu unterschreiben ist -auch auf elektronischem Wege-.

6.2. Der Buchungsvorschlag -mit anschließendem Vertragsabschluss- gilt nur in dem Moment als akzeptiert, in dem der Reisende -auch auf elektronischem Wege- die entsprechende Bestätigung/den Gutschein erhält.

6.3. Die Preise pro Person basieren auf einer Mindestbasis von zwei Personen, die die volle Gebühr bezahlenden, und hängen ab von der Anzahl der Reisenden, von der Dauer der Reise, von allen Preisnachlässen für die Reisenden, und von den zum Zeitpunkt der Buchung unterschriebenen Optionen. Die Ermäßigung für das "dritte Bett" wird auf der Basis des kleineren Kindes berechnet, während die Ermäßigung für das "vierte Bett" auf Basis des älteren Kindes erfolgt.

6.4. Für die Zwecke dieses Vertrages werden die entsprechenden Mitteilungen an die E-Mail-Adresse des Reisenden versendet, die dieser zum Zeitpunkt der Buchung angegeben hat. Diese Mitteilungen gelten als “vom Reisenden zur Kenntnis genommen”, sobald diese ordnungsgemäß an die zuvor genannte E-Mail-Adresse übersendet wurden.

7. Zahlungen

7.1. Die Zahlungen müssen entsprechend den nachfolgend genannten Modalitäten erfolgen.

Zahlung mit Kreditkarte: Akzeptiert werden Zahlungen mit Mastercard oder Visa, ebenso wie mit Prepaid- oder Postpay-Karten. Während der Zahlungsphase wird der Reisende zum “WebPOS" der Bank weitergeleitet. Die Sicherheit der übertragenen Daten wird durch das SSL3-Protokoll gewährleistet. Bei einem positiven Ausgang des Zahlungsvorgangs des Gesamtbetrages für das Reisepaket erhält der Reisende direkt per E-Mail die Reisedokumente -die sogenannten "Gutscheine", die ausgedruckt und in der jeweiligen Aufenthaltsstruktur als Bestätigung vorgelegt werden können (Ausnahmen sind Serviceleistungen, die unterschiedlichen Vorschriften unterliegen).

Zahlung per Banküberweisung: Der Reisende kann während der Buchungsphase die Zahlung per Banküberweisung auswählen und ist verpflichtet, die Kopie des Zahlungsbelegs per Fax oder im PDF-Format per E-Mail zu übersenden und dabei Bezug zu nehmen auf die in der E-Mail der Buchungsübersicht angegebenen Kontaktdaten, und zwar bis spätestens 16:00 Uhr des Tages nach dem Buchungsdatum. Auf der Kopie der Überweisung müssen der CRO-Code oder der SEPA-Code ausgewiesen sein, um die Transaktion zu identifizieren. Erfolgt die Buchung freitags, samstags oder sonntags, so verschiebt sich die Frist der Übersendung einer Kopie der Überweisung auf den unmittelbar darauffolgenden Montag, stets bis spätestens 16:00 Uhr. Wenn die Buchung an einem Feiertag erfolgt, so verschiebt sich die Frist der Übersendung einer Kopie der Überweisung auf den unmittelbar darauffolgenden ersten Arbeitstag, stets bis spätestens 16:00 Uhr. Wird die Prozedur von Seiten des Reisenden korrekt durchgeführt, erhält dieser die Reisedokumente per E-Mail innerhalb von 24 Stunden nach Einsendeschluss für die Übersendung der Überweisungskopie (Ausnahmen sind Serviceleistungen, die unterschiedlichen Vorschriften unterliegen).

Ratenzahlung: Für den Fall, dass die Buchung mindestens 50 Tage vor dem Datum des Starts des Reisepaketes erfolgt, und falls der Gesamtbetrag des Reisepaketes mehr als € 500,00 beträgt, kann der Reisende wählen, in zwei Raten zu zahlen, bzw. eine "Anzahlung" sowie eine "Restzahlung" vorzunehmen:

a) Die Anzahlung beträgt 25% des Gesamtbetrages für das Reisepaket zzgl. dem Betrag für eventuelle optionale Versicherungen für eine Stornierung der Reise und/oder der Arztkosten und/oder des Gepäcks. Die Anzahlung kann per Kreditkarte oder per Banküberweisung erfolgen, je nach den entsprechenden Modalitäten und innerhalb der zuvor beschriebenen Konditionen.

b) Der Restbetrag entspricht den verbleibenden 75% des Reisepaketes und muss einzig und ausschließlich per Banküberweisung bezahlt werden, und zwar innerhalb von 31 Kalendertagen vor dem Datum des Starts des Urlaubspaketes. Dabei gelten die bereits zuvor angegebenen Modalitäten für die Übersendung einer Kopie der Überweisung.

Wird die Prozedur von Seiten des Reisenden korrekt ausgeführt, so erhält dieser das Belegdokument “Gutschein” per E-Mail innerhalb von 24 Stunden ab dem Einsendeschluss für die Übersendung der Überweisungskopie mit der Zusammenfassung der gebuchten Leistungen (eventuelle weitere Reisedokumente werden -ebenfalls per E-Mail- zu einem späteren Zeitpunkt versandt, sobald sie verfügbar sind).

7.2. Die Nichteinhaltung der oben genannten Modalitäten hinsichtlich der Bezahlung und der Kommunikation verhindert die Akzeptanz des Buchungsvorschlages seitens Ignas Tour S.p.A. und stellt -im Falle einer Ratenzahlung- eine ausdrückliche Kündigungsklausel dar zur Bestimmung der Beendigung des Rechts, mit der daraus folgenden Verpflichtung seitens des Reisenden zur Zahlung der unter dem nachfolgenden Punkt 12.2. vorgesehenen Kosten, und das auch in dem Fall, in dem der Veranstalter die Legitimationstitel (Gutscheine) oder die Beförderungstitel/Tickets an den Reisenden versendet hat.

7.3. Aus dem Buchungsformular oder aus einem jeglichen anderen schriftlichen Kommunikationsmittel ergibt sich:

a) im Falle einer Ratenzahlung die Höhe eines Betrages von nicht mehr als 25% des Gesamtpreises des touristischen Reisepaketes, zahlbar zum Zeitpunkt der Buchung oder zum Zeitpunkt der verbindlichen Anfrage

b) -immer im Falle einer Ratenzahlung- das Datum, bis zu dem der Saldo noch vor der Abreise ausgeglichen werden muss

c) im Falle einer einmaligen Gesamtzahlung das Datum, bis zu dem der Reisepreis noch vor der Abreise bezahlt werden muss

7.4. Die Nichtbezahlung der unter dem Punkt 7.3. Buchstabe a) genannten Beträge so wie die Nichtzahlung des fälligen Betrages im Falle einer einmaligen Gesamtzahlung verhindern die Akzeptanz des Buchungsvorschlages.

7.5. Im Falle einer Ratenzahlung stellt die Nichtzahlung des Restbetrags zum vereinbarten Zeitpunkt eine ausdrückliche Kündigungsklausel dar, welche die Aufhebung des Rechts mit der daraus folgenden Zahlungsverpflichtung seitens des Reisenden bestimmt, und zwar für die unter dem nachfolgenden Punkt 12.2 vorgesehenen Kosten, und das auch für den Fall, dass der Veranstalter dem Reisenden bereits die Legitimationsbescheinigungen ("Gutscheine") oder die Tickets hat zukommen lassen.

8. Inhalt des Vertrages über ein touristisches Reisepaket – Unterlagen

8.1. Der Veranstalter oder Verkäufer lässt dem Reisenden nach Abschluss des Vertrages über ein touristisches Reisepaket eine Bestätigung des Vertrages zukommen.

Diese Bestätigung enthält sowohl die in Absatz 5.1 genannten Informationen als auch die Angaben wie im Artikel 36 Absatz 5 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 vorgesehen.

8.2. Gemäß Artikel 36, Absatz 4 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 stimmt der Reisende ausdrücklich zu, dass die Bestätigung des Vertrages über ein touristisches Reisepaket auch per E-Mail erfolgen kann.

8.3. Vor dem Start des Reisepaketes stellt der Veranstalter dem Reisenden die erforderlichen Quittungen, Gutscheine und Tickets sowie die Informationen hinsichlich der geplanten Abreisezeit und der äußersten Frist zur Akzeptanz zur Verfügung, ebenso wie die Reisepläne für Zwischenstopps, Verbindungen und Ankunft.

9. Abtretung des Vertrages über ein touristisches Reisepaket an einen anderen Reisenden

9.1. Der Reisende kann -vorausgesetzt, dass er den Veranstalter bis spätestens sieben Tage vor dem Start des Reisepaketes per E-Mail entsprechend darüber in Kenntnis setzt- den Vertrag über das touristische Reisepaket an eine Person übertragen, die alle Bedingungen für die Nutzung dieser Serviceleistung erfüllt.

9.2.  Der Veräußerer und der Erwerber des Vertrages für ein touristisches Reisepaket sind gemeinschaftlich für die Zahlung des Restbetrags sowie etwaiger Rechtskosten, Steuern und sonstiger Zusatzkosten verantwortlich, einschließlich eventueller Verwaltungs- und Managementkosten für die sich aus dieser Übertragung ergebenden Praktiken.

9.3.  Der Veranstalter informiert den Veräußerer über die tatsächlichen Kosten der Abtretung und liefert diesem entsprechende Nachweise in Bezug auf rechtliche, steuerliche oder sonstige zusätzliche Kosten, die sich aus der Aufhebung des Vertrages ergeben.

10. Preis - Preisüberarbeitung

10.1. Der Preis des touristischen Reisepakets wird bestimmt unter Bezugnahme auf das, was im Katalog, im Bereich des Programms außerhalb des Katalogs, auf der Website und bei eventuellen sich anschließend ergebenden Aktualisierungen dieser Kataloge oder bei Programmen außerhalb des Kataloges angegeben ist.

10.2. Nach Abschluss des Vertrages über ein touristisches Reisepaket und gemäß und für die Zwecke des Artikels 39, Absatz 1 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 können die Preise geändert werden als Folge der Modifizierung hinsichtlich:

a) des Preises für die Beförderung von Passagieren, basierend auf den Kosten für Kraftstoff oder andere Energiequellen

b) der Höhe an Steuern oder Gebühren für touristische Serviceleistungen, die im Vertrag enthalten sind und von Dritten erhoben werden, die nicht direkt an der Durchführung des Reisepakets beteiligt sind, einschließlich der Anlande-, Ausschiffungs- und Einschiffungsgebühren in Häfen und Flughäfen

c) der für das Reisepaket relevanten Wechselkurse

10.3. Gemäß Artikel 39, Absatz 1 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 stimmt der Reisende ausdrücklich allen eventuellen Überarbeitungen des unter Punkt 10.2 genannten Preises zu.

10.4. Der Reisende hat Anspruch auf eine Preisminderung entsprechend einer eventuellen Reduzierung der Kosten gemäß vorherigem Punkt 10.2., Buchstabe a) , b) und c), die sich nach Vertragsabschluss und vor dem Start des Reisepakets herausstellt.

10.5. Für diese Änderungen wird auf die oben genannten Wechselkurse und Kosten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Programms Bezug genommen, wie im technischen Datenblatt des Katalogs angegeben, oder auch zum Zeitpunkt eventueller o.g. Aktualisierungen.

10.6. Wenn die Preiserhöhung 8 Prozent des Gesamtpreises des Pakets überschreitet, findet der Artikel 40 Absätze 2, 3, 4 und 5 des Gesetzesdekretes Nr. 79 / 2011 Anwendung.

10.7. Eine Preiserhöhung ist -unabhängig von ihrer Größenordnung- nur nach schriftlicher Mitteilung seitens des Veranstalters an den Reisenden möglich, zusammen mit der Begründung dieser Erhöhung und der Berechnungsmethode, und zwar mindestens zwanzig Tage vor dem Start des Paketes.

10.8. Im Falle einer Preissenkung ist der Veranstalter berechtigt, die Verwaltungs- und Managementkosten für die tatsächlich angefallenen Praktiken von der an den Reisenden zu zahlenden Erstattung abzuziehen.

11. Modifizierung anderer Konditionen des Vertrages über ein touristisches Reisepaket

11.1. Vor dem Start des Pakets und gemäß Artikel 40 Absatz 1 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 und dessen Auswirkungen behält sich der Veranstalter das Recht vor, die Vertragsbedingungen -die sich vom Preis unterscheiden- zu ändern, es sei denn, die Änderung ist nur von geringfügiger Bedeutung, und er wird den Reisenden schriftlich darüber informieren.

11.2.  Wenn der Veranstalter vor dem Start des Pakets gezwungen wird, eine oder mehrere Hauptmerkmale der touristischen Serviceleistungen gemäß Artikel 34 Absatz 1 Buchstabe a) des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 wesentlich zu ändern, oder nicht in der Lage ist, bestimmten Anforderungen gemäß Artikel 36 Absatz 5 Buchstabe a) des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 gerecht zu werden, oder vorschlägt, den Preis des Paketes um mehr als 8 Prozent zu erhöhen gemäß Artikel 39 Absatz 3 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011, innerhalb von 48 Stunden nach der entsprechenden Mitteilung, so kann der Reisende die vorgeschlagene Änderung entweder akzeptieren oder vom Vertrag ohne entsprechende Rücktrittskosten zurücktreten. Im Falle eines Rücktritts kann der Veranstalter dem Reisenden ein Ersatzpaket von gleicher oder höherer Qualität anbieten.

11.3. Wenn die Änderungen des Vertrages für ein touristisches Reisepaket oder ein Ersatzpaket gemäß dem vorherigen Punkt 11.2. ein Paket von niedrigerer Qualität oder niedrigeren Kosten mit sich bringen, hat der Reisende Anspruch auf eine angemessene Preissenkung.

11.4.  Im Falle des Rücktritts vom Vertrag für ein touristisches Reisepaket gemäß dem vorherigen Punkt 11.2. erstattet der Veranstalter -falls der Reisende kein Ersatzpaket akzeptiert- unverzüglich und in jedem Fall innerhalb von vierzehn Tagen nach dem Rücktritt vom Vertrag alle Zahlungen, die von dem Reisenden selbst oder in seinem Namen getätigt wurden. Darüber hinaus gelten die Bestimmungen gemäß Artikel 43 Absätze 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 8 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011.

12. Rücktrittsrecht vor Beginn des Reisepaketes

12.1. Der Reisende kann vom Vertrag für ein touristisches Reisepaket jederzeit vor dem Start des Paketes zurücktreten, indem er dem Veranstalter die entstandenen Kosten erstattet.

12.2. Im Falle eines Rücktritts vom Vertrag seitens des Reisenden vor der Abreise aus irgendeinem Grund -auch unvorhergesehen und aufgrund von Ereignissen, die sich außerhalb der unter dem vorherigen Punkt 11.2 und dem darauf folgenden Punkt 12.3. aufgelisteten Ereignisse abspielen- werden dem Reisenden die nachfolgend genannten Kosten auferlegt, die berechnet werden auf der Grundlage, wieviel Tage vor dem Start des Paketes der Rücktritt stattgefunden hat, und quantifiziert werden anhand der folgenden Prozentsätze:

25% des Preises im Falle eines innerhalb von 31 Tagen bis zum Start des Reisepaketes mitgeteilten Widerrufs

80% des Preises im Falle eines innerhalb von 16 Tagen bis zum Start des Reisepaketes mitgeteilten Widerrufs

100% des Preises im Falle eines innerhalb von 15 Tagen bis zum Start des Reisepaketes mitgeteilten Widerrufs

Für den Fall, dass der Reisende den Saldo bereits ausgeglichen haben sollte, wird dieser in entsprechender Höhe auf die Rücktrittskosten angerechnet.

Im Falle von bereits im Vorfeld organisierten Gruppen werden diese Beträge nach und nach bei der Unterzeichnung des Vertrages vereinbart.

Eine Verminderung der Anzahl an Reisenden innerhalb eines Bearbeitungsvorganges ist als ein teilweiser Rücktritt zu verstehen mit der daraus folgenden Belastung der vorstehend genannten Rücktrittskosten.

12.3. Bei unvermeidbaren und außergewöhnlichen Umständen, die sich am Zielort oder in dessen unmittelbarer Umgebung herausstellen, und die einen wesentlichen Einfluss auf die Umsetzung des Paketes haben oder auf die Beförderung der Passagiere in Richtung Ziel, hat der Reisende das Recht, vor dem Start des Paketes vom Vertrag zurückzutreten, ohne Rücktrittskosten zahlen zu müssen, sowie das Recht auf die vollständige Rückzahlung der für das Paket geleisteten Zahlungen, jedoch hat er keinen Anspruch auf eine zusätzliche Entschädigung.

Die eventuell auftretende Unmöglichkeit für den Reisenden, aus dem Urlaub den entsprechenden Nutzen zu ziehen, rechtfertigt keinen Rücktritt ohne Sanktionen, da sich der Reisende gegen das wirtschaftliche Risiko, das mit der Aufhebung eines Vertrages verbunden ist, hätte absichern können, indem er einen entsprechenden Versicherungsvertrag abgeschlossen hätte.

12.4. Der Veranstalter kann vom Vertrag über ein touristisches Reisepaket zurücktreten und dem Reisenden eine vollständige Rückerstattung der für das Paket geleisteten Zahlungen anbieten, jedoch ist er nicht verpflichtet, eine zusätzliche Entschädigung zu zahlen, für den Fall dass:

a) die Anzahl der für das Reisepaket registrierten Personen unter der vertraglich vorgeschriebenen Mindestanzahl liegt und der Veranstalter dem Reisenden den Rücktritt vom Vertrag innerhalb der darin vereinbarten Frist mitteilt, in jedem Fall nicht später als: ZWANZIG Tage vor dem Start des Paketes bei Reisen, die mehr als sechs Tage dauern, SIEBEN Tage vor dem Start des Paketes bei Reisen, die zwischen zwei und sechs Tagen dauern, oder ACHTUNDVIERZIG Stunden vor dem Start des Paketes bei Reisen, die weniger als zwei Tage dauern.

b) der Veranstalter aufgrund unvermeidbarer und außergewöhnlicher Umstände nicht in der Lage ist, den Vertrag umzusetzen und dem Reisenden den Rücktritt vom Vertrag unverzüglich noch vor dem Start des Pakets mitteilt.

12.5. Der Veranstalter nimmt alle Erstattungen vor, die gemäß den vorstehenden Punkten 12.3. und 12.4 vorgeschrieben sind, oder er erstattet -in Bezug auf die Bestimmungen der vorstehenden Punkte 12.1., 12.2. und 12.3.- eine jegliche vom Reisenden (oder in dessen Name) geleistete Zahlung für das Reisepaket nach Abzug der entsprechenden Kosten, und das unverzüglich und in jedem Fall innerhalb von vierzehn Tagen ab dem Rücktritt.

12.6. Bei Verträgen, die außerhalb von Geschäftsräumen ausgehandelt werden, hat der Reisende das Recht, vom Vertrag über ein touristisches Reisepaket zurückzutreten, und zwar innerhalb eines Zeitraums von fünf Tagen ab dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder ab dem Datum, an dem er die Vertragsbedingungen und Vorabinformationen erhalten hat (falls dies später erfolgt ist), ohne jegliche Vertragsstrafen und ohne Angabe von Gründen. Bei Angeboten mit deutlich niedrigeren Tarifen als bei aktuellen Angeboten ist das Widerrufsrecht ausgeschlossen. Im letzteren Fall wird der Veranstalter die Preisänderung dokumentieren und den Ausschluss des Widerrufsrechts entsprechend kenntlich machen.

13. Variationen des Vertrages auf Anfrage des Reisenden

13.1. Eventuelle Anfragen seitens des Reisenden in Bezug auf Änderung des Abflugdatums oder des Anreisedatums bei der touristischen Einrichtung oder bezüglich der Erhöhung der Anzahl der Reisenden pro Zimmer sind für Ignas Tour S.p.A. in keiner Weise verbindlich.

13.2. Unter der Maßgabe, dass die vom Reisenden vorgebrachte Änderungsanfrage akzeptiert wird, werden diesem die entsprechenden Kosten in Rechnung gestellt, die zum Zeitpunkt der Anfrage der Buchungsänderung festgelegt werden.

14. Verantwortlichkeit des Veranstalters für die fehlerhafte Ausführung des Reisepaketes sowie für die auftretende Unmöglichkeit im Verlauf der Durchführung des Reisepaketes - Beschwerden

14.1. Der Veranstalter ist verantwortlich für die Durchführung der touristischen Serviceleistungen, die im Rahmen des Vertrages für ein touristisches Reisepaket vorgesehen sind. unabhängig davon, ob diese touristischen Serviceleistungen vom Veranstalter selbst oder von dessen Hilfskräften erbracht werden müssen oder (in entsprechender Ausübung ihres Amtes) von Dritten, deren Arbeitskraft sich der Veranstalter bedient, oder von anderen touristischen Dienstleistern gemäß Artikel 1228 des Zivilgesetzbuches.

14.2. Der Reisende informiert gemäß Artikel 1175 und 1375 des Zivilgesetzbuches den Veranstalter direkt oder über den Verkäufer unverzüglich -unter Berücksichtigung der Umstände des Falles- über eventuelle Konformitätsmängel, die sich während der Durchführung einer vertraglich vorgesehenen touristischen Serviceleistung ergeben haben.

14.3. Wenn eine der touristischen Serviceleistungen nicht wie vertraglich festgehalten ausgeführt wird, ist es die Aufgabe des Veranstalters, diesen Mangel an Konformität zu beheben, es sei denn, dies ist unmöglich oder übermäßig belastend, unter Berücksichtigung des Ausmaßes des Konformitätsmangels und des Wertes der vom Mangel betroffenen touristischen Serviceleistungen.

Sollte der Veranstalter den Mangel nicht beseitigen, kommt Artikel 43 des Gesetzesdekretes Nr. 179 / 2011 zur Anwendung.

14.4. Unbeschadet der unter dem vorherigen Punkt 13.3 genannten Ausnahmen kann der Reisende -sofern der Veranstalter die mangelnde Konformität nicht innerhalb einer vom Reisenden gesetzten angemessenen Frist in Bezug auf Dauer und Eigenschaften des Reisepaketes beseitigt- nach der gemäß dem vorangegangenen Punkt 14.2. eingereichten Beschwerde den Mangel persönlich beseitigen und die Erstattung erforderlicher, angemessener und dokumentierter Ausgaben verlangen. Wenn es der Veranstalter ablehnt, die Nicht-Konformität zu beheben, oder falls es sich als notwendig erweisen sollte, umgehend zu intervenieren, ist es nicht erforderlich, dass der Reisende eine Frist angibt.

14.5. Wenn sich ein Mangel an Konformität gemäß Artikel 1455 des Zivilgesetzbuches als eine Verletzung von nicht unerheblicher Bedeutung erweist in Bezug auf die im Reisepaket enthaltenen touristischen Serviceleistungen, und der Veranstalter diesen nicht innerhalb einer vom Reisenden in Bezug auf Dauer und Merkmale des Paketes gesetzten angemessenen Frist behoben hat -bei gleichzeitig eingelegter Beschwerde gemäß Absatz 2-, so kann der Reisende von seinem Recht Gebrauch machen und mit sofortiger Wirkung und ohne Kosten den Vertrag über ein touristisches Reisepaket auflösen oder ggf. -gemäß Artikel 43 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011- eine Preisminderung anfordern, jedoch kann er keinen Schadensersatz geltend machen. Im Falle der Auflösung des Vertrages sorgt der Veranstalter -sofern das Reisepaket die Personenbeförderung mit einschließt- auch für die Rückreise des Reisenden mittels einem gleichwertigen Transportweg, und das unverzüglich und ohne zusätzliche Kosten für den Reisenden.

14.6.  In Situationen, in denen es unmöglich ist, die Rückkehr des Reisenden sicherzustellen, unterstützt der Veranstalter die Kosten für die erforderliche Unterkunft -falls möglich innerhalb einer Kategorie, die mit der im Vertrag vorgesehenen übereinstimmt- für einen Zeitraum von höchstens drei Nächten pro Reisenden, oder auch über einen längeren Zeitraum, der möglicherweise in den Rechtsvorschriften der Europäischen Union hinsichtlich der Passagierrechte vorgesehen ist, die für die jeweiligen Transportmittel gelten.

14.7.  Die Begrenzung der Kosten gemäß dem vorherigen Punkt 11.6. gilt nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität, wie gemäß Artikel 2, Absatz 1, Buchstabe a) der (EG) Verordnung Nr. 1107/2006 definiert, sowie für deren Begleiter, für Schwangere, Minderjährige ohne Begleitung, sowie für alle Personen, die auf spezielle medizinische Hilfe angewiesen sind, sofern der Veranstalter mindestens achtundvierzig Stunden vor dem Start des Reisepaketes über deren besondere Bedürfnisse informiert wurde. Der Veranstalter kann sich nicht auf unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände berufen, um die in diesem Absatz genannte Verantwortung zu begrenzen, sofern der Transportdienstleister nicht die gleichen Umstände nach den anwendbaren Rechtsvorschriften der Europäischen Union geltend machen kann.

14.8.  Wenn es sich aufgrund von Umständen, die nicht dem Veranstalter zuzurechnen sind, als unmöglich erweist, im Verlauf der Ausführung einen wesentlichen Teil (wert- oder qualitätsmäßig) der vertraglich abgeschlossenen Kombination touristischer Serviceleistungen zu erbringen, bietet der Veranstalter -ohne Aufpreis für den Reisenden- adäquate alternative Lösungen an, möglichst gleich- oder höherwertig wie/als die im Vertrag festgehaltenen, so dass die Ausführung des Reisepaketes fortgesetzt werden kann, einschließlich der Eventualität, dass die Rückkehr des Reisenden an den Abreiseort nicht wie vereinbart erfolgt. Wenn die vorgeschlagenen Alternativlösungen zu einem Paket von geringerer Qualität als vertragsmäßig angegeben führen, gewährt der Veranstalter dem Reisenden einen angemessenen Preisnachlass.

14.9. Der Reisende kann die vorgeschlagenen Alternativlösungen nur dann ablehnen, wenn sie nicht mit den im Vertrag über ein touristisches Reisepaket festgehaltenen vergleichbar sind, oder wenn die gewährte Preisminderung nicht angemessen ist.

14.10.  Wenn es sich als unmöglich erweist, alternative Lösungen anzubieten, oder wenn der Reisende die vorgeschlagenen alternativen Lösungen zurückweist, wie unter dem vorherigen Punkt 14.8. erwähnt, wird dem Reisenden eine Preisminderung zuerkannt. Bei Nichterfüllung der unter Punkt 14.8 genannten Verpflichtung zur Abgabe eines Angebotes findet der vorherige Punkt 14.5 Anwendung.

14.11. Da wo es sich aufgrund von auftretenden Umständen, die nicht dem Veranstalter zuzurechnen sind, als unmöglich erweist, die Rückreise des Reisenden zu gewährleisten, wie im Vertrag über ein touristisches Reisepaket vereinbart, gelten die vorherigen Punkte 14.6. und 14.7.

15. Preisreduktion und Schadensersatz

15.1.  Der Reisende hat Anspruch auf eine angemessene Preisminderung für die Dauer der mangelnden Konformität, es sei denn, der Veranstalter weist nach, dass dieser Mangel dem Reisenden zuzurechnen ist.

15.2. Der Reisende hat das Recht, vom Veranstalter unverzüglich eine angemessene Entschädigung für einen jeglichen Schaden zu erhalten, den er infolge einer vertraglichen Nicht-Konformität erlitten hat.

15.3. Dem Reisenden wird kein Schadensersatz anerkannt, wenn der Veranstalter nachweisen kann, dass die Nicht-Konformität dem Reisenden oder einem Dritten außerhalb der Erbringung der im Vertrag enthaltenen touristischen Serviceleistungen zuzurechnen, unvorhersehbar oder unvermeidlich ist, oder durch unvermeidliche und außergewöhnliche Umstände entstanden ist.

15.4. Für den Veranstalter gelten die Beschränkungen, die sich aus den geltenden Internationalen Übereinkommen ergeben, die für Italien oder die Europäische Union maßgebend sind, im Zusammenhang mit der Höhe der Entschädigung oder den Bedingungen, die ein Lieferant erbringen muss, der eine in einem Reisepaket enthaltene touristische Serviceleistung zur Verfügung stellt.

15.5. Ignas Tour S.p.A. ist in keinem Fall zur Zahlung eines Schadensersatzes verpflichtet, außer bei Personenschäden oder Schäden, die vorsätzlich oder schuldhaft verursacht wurden, und zwar in Höhe des Dreifachen des Gesamtpreises des Reisepaketes.

15.6.  Ein jeglicher Anspruch auf Entschädigung oder auf eine Preisminderung gemäß Titel VI, Kapitel I des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 beeinträchtigt in keiner Weise die Rechte des Reisenden gemäß der (EG) Verordnungen Nr. 261/2004, Nr. 1371/2007, Nr. 392/2009, sowie gemäß der (EU) Verordnungen Nr. 1177/2010, Nr. 181/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates, sowie gemäß der Internationalen Übereinkommen, unbeschadet der Tatsache, dass die gemäß Titel VI, Kapitel I des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 gewährte Entschädigung oder Preisminderung sowie die gemäß der genannten Verordnungen und Internationalen Übereinkommen gewährte Entschädigung oder Preisminderung voneinander abgezogen werden.

15.7.  Das unter diesem Artikel vorgesehene Recht auf Preisminderung oder Schadensersatz ist auf die Dauer von zwei Jahren festgelegt, beginnend ab dem Zeitpunkt der Rückkehr des Reisenden an den Abreiseort, unbeschadet dessen, was unter dem folgenden Punkt 15.8. festgehalten ist.

15.8.  Der Anspruch auf Entschädigung für Personenschäden wird auf drei Jahren festgelegt, beginnend ab dem Zeitpunkt der Rückkehr des Reisenden an den Abreiseort, oder hängen -für den längsten vorgesehenen Zeitraum der Geltendmachung von Schadensersatz bei Personenschäden- von den Bestimmungen ab, welche die im Paket enthaltenen Serviceleistungen regeln.

16. Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit dem Veranstalter über den Verkäufer

16.1. Der Reisende kann Nachrichten, Anfragen oder Beschwerden im Zusammenhang mit der Ausführung des Paketes direkt an den Verkäufer richten, über den er das Reisepaket erworben hat, der wiederum zeitnah diese Nachrichten, Anfragen oder Beschwerden an den Veranstalter weiterleitet.

16.2. Zum Zweck der Einhaltung von Fristen oder Verjährungsfristen gilt das Datum, an dem der Verkäufer Nachrichten, Anfragen oder Beschwerden gemäß dem vorherigen Punkt 16.1 erhält, auch für den Veranstalter als Empfangsdatum.

17. Unterstützung des Reisenden

17.1. Für den Fall, dass der Veranstalter einem sich in Schwierigkeiten befindlichen Reisenden Unterstützung zukommen lassen muss, kann er eine Kostenerstattung in angemessener Höhe für diese Hilfe verlangen, sofern das Problem vorsätzlich oder durch Verschulden des Reisenden verursacht wurde, jedoch innerhalb der Grenzen der tatsächlich entstandenen Kosten.

18. Entschädigung für einen ruinierten Urlaub

18.1. Für den Fall, dass die Nichterfüllung der Dienstleistungen, die Gegenstand des Paketes sind, gemäß Artikel 1455 des Zivilgesetzbuchs nicht von geringer Bedeutung ist, kann der Reisende beim Veranstalter oder beim Verkäufer, entsprechend der Verantwortung, die sich aus der Verletzung der jeweiligen Verpflichtungen ergibt, die mit den jeweiligen Verträgen übernommen wurden, unabhängig von der Auflösung des Vertrages und darüber hinaus, einen Schadensersatz geltend machen in Bezug auf eine unnötig verbrachte Urlaubszeit sowie auf eine Unwiederholbarkeit einer verpassten Gelegenheit.

18.2. Der Anspruch auf Entschädigung ist auf drei Jahre festgelegt oder auch auf einen längeren Zeitraum, was eine Entschädigung für Personenschäden betrifft, gemäß den Bestimmungen, welche die im Reisepaket enthaltenen Leistungen regeln, beginnend ab dem Datum der Rückkehr des Reisenden an den Abreiseort.

19. Versicherung für Stornierungs- und Repatriierungskosten

19.1. Sofern dies nicht ausdrücklich im Preis enthalten ist, kann man zum Zeitpunkt der Buchung spezielle Versicherungspolicen abschließen in Bezug auf Kosten, die sich aus der Stornierung eines touristischen Reisepaketes und der Repatriierung ergeben.

19.2. Entsprechende Details zu den Versicherungsprämien und zu den Allgemeinen Bedingungen der Versicherungspolice sind auf der Webseite oder im Katalog angegeben.

20. Pflichten der Reisenden

20.1. Während der Verhandlungen und in jedem Fall vor Vertragsschluss werden den italienischen Staatsbürgern schriftlich Informationen allgemeiner Natur zur Verfügung gestellt -aktualisiert zum Druckdatum des Kataloges-, die sich auf die Gesundheitsverpflichtungen und auf die für die Reise ins Ausland notwendigen Unterlagen beziehen.

20.2. Ausländische Bürger finden die entsprechenden Informationen über ihre diplomatischen Vertretungen in Italien und / oder über die jeweiligen offiziellen Regierungs-Informationskanäle.

20.3. Auf jeden Fall sollten die Touristen eine eventuelle Aktualisierung dieser Informationen vor der Abreise bei den zuständigen Behörden überprüfen (für italienische Bürger ist dies das lokale Polizeipräsidium oder das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten – einzusehen über die Website www.viaggiaresicuri.it oder über die Telefonzentrale unter: 06 - 491115), um sich vor der Reise entsprechend anpassen zu können.

20.4. In Ermangelung einer solchen Überprüfung kann dem Veranstalter oder dem Verkäufer keine Verantwortung für die versäumte Abreise eines oder mehrerer Touristen auferlegt werden.

20.5. Die Reisenden müssen den Veranstalter oder den Verkäufer über ihre Staatsbürgerschaft informieren, und sie müssen zum Zeitpunkt der Abreise definitiv sicherstellen, dass sie über die Impfbescheinigungen, den individuellen Reisepass und über ein jegliches anderes Dokument verfügen, das für die vom Reiseplan her betroffenen Länder gültig ist, ebenso wie über Aufenthaltsvisa, Transitdokumente und Gesundheitsbescheinigungen, die möglicherweise erforderlich sind.

20.6. Darüber hinaus stellt der Reisende zur Bewertung der Gesundheits- und Sicherheitslage der Zielländer und somit zur Überprüfung der objektiven Nutzbarkeit der erworbenen oder noch zu erwerbenden Dienstleistungen und durch die Nutzung der oben genannten Infos die offiziellen allgemeinen Informationen beim Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten fest, welches ausdrücklich angibt, ob die Reiseziele als unbedenklich gelten, oder ob momentan eher von einem Besuch abgeraten wird.

20.7. Die Reisenden müssen sich auch zur Beachtung der Regeln hinsichtlich der normalen Vorsicht und Sorgfalt verpflichten, sowie sich an bestimmte geltende Vorschriften in den jeweiligen Bestimmungsländern der Reise halten, und an alle Informationen, die ihnen vom Veranstalter oder vom Verkäufer zur Verfügung gestellt werden, sowie an die Vorschriften und an die administrativen oder gesetzlichen Bestimmungen in Bezug auf das touristische Reisepaket.

20.8. Die Reisenden werden angehalten, sich für alle Schäden zu verantworten, die der Veranstalter oder der Verkäufer erleiden sollte, auch aufgrund der Nichteinhaltung der oben genannten Verpflichtungen, einschließlich der für ihre Repatriierung notwendigen Ausgaben.

20.9. Der Reisende ist verpflichtet, dem Veranstalter oder dem Verkäufer alle Unterlagen zur Verfügung zu stellen, sowie all die Informationen und die sich in seinem Besitz befindlichen Elemente, die nützlich sind bei der Ausübung des Rechts/Anspruchs auf Forderungsübergang (seitens des Veranstalters) gegenüber Dritten, die für den Schaden verantwortlich sind, und er ist gegenüber dem Veranstalter verantwortlich für die verursachte Verletzung des Rechts auf Forderungsübergang gemäß Artikel 51-quinquies des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011.

20.10. Der Reisende hat weiterhin dem Veranstalter oder dem Verkäufer zum Zeitpunkt der Buchung schriftlich die besonderen persönlichen Anforderungen mitzuteilen, welche Gegenstand einer spezifischen Reisevereinbarung hinsichtlich der Modalitäten der Reise sein könnten, sofern dies möglich ist.

20.11. Der Reisende ist stets dazu verpflichtet, den Veranstalter oder den Verkäufer über seine eventuellen besonderen Bedürfnisse oder Bedingungen zu informieren (beispielsweise eine Schwangerschaft, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Behinderung) und explizit eine Anfrage hinsichtlich der damit verbundenen personalisierten Serviceleistungen zu stellen.

21. Hotelklassifizierung

21.1. Die offizielle Klassifizierung der Hotelstrukturen wird auf der Website, im Katalog oder im Bereich von anderem Informationsmaterial nur auf der Grundlage der ausdrücklichen und formellen Angaben der zuständigen Behörden des Landes, wo die Dienstleistung bereitgestellt wird, angegeben.

21.2. In Ermangelung von offiziellen Klassifizierungen, die von den zuständigen Behörden der Länder anerkannt werden, die auch Mitglieder der EU sind, und auf die sich die Dienstleistung bezieht, behält sich der Veranstalter das Recht vor, eine eigene Beschreibung der Empfangsstruktur zu liefern, um somit eine Bewertung und demzufolge eine Akzeptanz derselben seitens des Reisenden zu ermöglichen.

22. Wirksamkeit und Schutzumfang im Falle einer Insolvenz oder eines Konkurses

22.1. Die Verträge für die Organisation von touristischen Reisepaketen werden durch Versicherungspolicen oder Bankgarantien unterstützt, die bei Reisen ins Ausland oder bei Reisen, die innerhalb eines einzigen Landes stattfinden -einschließlich der Reisen in Italien-, in Fällen der Insolvenz oder des Konkurses des Veranstalters oder Verkäufers ohne Verzögerung auf Antrag des Reisenden die Rückerstattung des Betrages garantieren, der für den Erwerb des Reisepaketes gezahlt wurde, sowie die sofortige Rückkehr des Reisenden für den Fall, dass das Paket den Transport des Reisenden beinhaltet, und -sofern erforderlich- die Zahlung für Verpflegung und Unterkunft vor der Rückkehr.

22.2. Die Reisenden erhalten Schutz im Falle der Insolvenz oder des Konkurses des Veranstalters oder des Verkäufers, unabhängig von ihrem Wohnort, vom Ort der Abreise oder von der Verkaufsstelle des Reisepaketes, und unabhängig auch von dem Mitgliedstaat, in dem die Person ansässig ist, die damit beauftragt ist, im Falle einer Insolvenz/eines Konkurses entsprechenden Schutz zu bieten.

22.3. Die Identifikationsdetails der juristischen Person, die im Auftrag des Veranstalters zur Gewährung der Garantie verpflichtet ist, werden im Katalog und / oder auf der Website des Reiseveranstalters angezeigt mit entsprechender Angabe der Modalitäten und Bedingungen für die Inanspruchnahme. Bezüglich der von Ignas Tour S.p.A. organisierten Reisepakete sind die Modalitäten für die Inanspruchnahme der Garantie sowie die Fristen zur Einreichung des Antrags auf Erstattung der gezahlten Beträge auf der Website der Versicherungsgesellschaft Bene Assicurazioni S.p.A. angegeben, zu konsultieren unter der Webadresse www.bene.it und zu kontaktieren unter den unter dem vorangegangenen Punkt 4.4 angegebenen Adressen. Um Fristabläufe zu vermeiden, wird dazu geraten, sich die angegebenen Fristen und Bedingungen zur Einreichung der Anträge gut zu merken. Es versteht sich von selbst, dass ein Fristablauf aufgrund der Unmöglichkeit der Vorlage der Anträge -und nicht aufgrund des Versäumnisses seitens des Touristen- die Remission in die gleichen Bedingungen erlaubt.

22.4.  In den unter dem vorherigen Punkt 22.1. genannten Fällen kann dem Reisenden alternativ zur Erstattung des Preises oder zur sofortigen Rückkehr die Fortsetzung des Reisepaketes angeboten werden, mit den entsprechenden Modalitäten wie unter den Artikeln 40 und 42 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 festgelegt.

23. Wirksamkeit und Schutzumfang im Falle einer Insolvenz oder eines Konkurses in Bezug auf die angeschlossenen touristischen Serviceleistungen

23.1. Im Falle des Erwerbs von angeschlossenen touristischen Serviceleistungen (im Sinne des Artikels 33 Absatz 1 Buchstabe f), Gesetzesdekret Nr. 79 / 2011) kann sich der Reisende im Falle einer Insolvenz oder eines Konkurses auf entsprechenden Schutz berufen lt. Artikel 49, Absatz 1 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011, wo wie folgt festgehalten ist: "Bei Gewerbetreibenden, die angeschlossene touristische Serviceleistungen begünstigen, finden für die Rückerstattung aller seitens der Reisenden erhaltenen Zahlungen die Bestimmungen der Artikel 47 und 48 Anwendung, und zwar in dem Maße, in dem eine touristische Serviceleistung -als Teil einer angeschlossenen touristischen Serviceleistung- aufgrund einer Insolvenz oder eines Konkurses der Gewerbetreibenden nicht durchgeführt wird ".

24. Verantwortlichkeit des Verkäufers

24.1. Für den Fall, dass Ignas Tour S.p.A. als "Verkäufer" gemäß den Bestimmungen von Artikel 33, Absatz 1, Buchstabe l) des Gesetzesdekretes Nr. 79 / 2011 auftritt, sind die vom “Veranstalter“ festgelegten Bedingungen anzuwenden, so wie unter Artikel 33 Absatz 1, Buchstabe i) des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 entsprechend definiert.

24.2. Der Verkäufer ist allein verantwortlich für die Ausführung des Mandates, das ihm vom Reisenden mit dem Vertrag einer Reisevermittlung erteilt wird.

24.3. Der Verkäufer haftet nicht für Buchungsfehler, die auf den Reisenden zurückzuführen sind oder sich aus unvermeidbaren und außergewöhnlichen Umständen ergeben.

24.4. Unbeschadet der Bestimmungen des Artikels 46 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 und der Auswirkungen der Artikel 51-bis und 51-ter desselben Dekretes wird das Recht des Reisenden auf Schadensersatz auf zwei Jahre festgelegt, beginnend ab dem Datum der Rückkehr des Reisenden an den Ort der Abreise.

25. Beilegung von Streitigkeiten

25.1. Gemäß den Bestimmungen des Artikels 67, Absatz 2 des Gesetzesdekretes Nr. 79/2011 bleibt das Recht des Touristen unberührt, auf freiwillige oder gemeinsame Verhandlungsverfahren zurückzugreifen, oder auf Schlichtungsverfahren vor den entsprechenden Schiedsstellen zur Versöhnung und zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Unternehmen und Verbrauchern sowie den Nutzern in Bezug auf die Erbringung von touristischen Dienstleistungen gemäß Artikel 2 Absatz 4 Buchstabe a) des Gesetzes Nr. 580/1993.

25.2. Anlässlich des Vermittlungsverfahrens haben die Touristen das Recht, sich der Verbraucherverbände zu bedienen. Dieses Schlichtungsverfahren wird von den Artikeln 140 und 141 des Gesetzesdekretes Nr. 206/2005 geregelt.

26. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

26.1. Für diese Allgemeinen Bedingungen ist das italienische Recht anzuwenden, vorbehaltlich der zwingenden Vorschriften zum Schutz des Verbrauchers.

26.2. Für den Fall, dass es zwischen den Parteien zu einem Streitfall kommen sollte, so handelt es sich bei dem zuständigen Gericht um das, welches dort ansässig ist, wo der Verbraucher seinen Wohnsitz hat -sofern dies in Italien sein sollte. Im gegenteiligen Fall ist ausschließlich das Gericht Bozen zuständig.

Obligatorische Mitteilung gemäß Artikel 17 des Gesetzes Nr. 38 vom 06. Februar 2006

Das italienische Gesetz ahndet Straftaten im Zusammenhang mit Prostitution und Kinderpornographie mit Freiheitsstrafen, auch wenn diese im Ausland begangen werden.

Ignas Tour S.p.A. zählt zur FIAVET - FEDERAZIONE ITALIANA ASSOCIAZIONI IMPRESE VIAGGI e TURISMO (dem italienischen Föderationsverband für Reise- und Tourismusunternehmen).